Nationalkolleg „Johannes Honterus“, Brasov, Rumänien
Das Honterus-Gymnasium in Kronstadt wurde 1541 vom Humanisten und Reformator Johannes Honterus als erstes humanistisches Gymnasium Südosteuropas gegründet. Es prägte mit seinem hohen Bildungsniveau Generationen von Schülern aus Siebenbürgen und darüber hinaus und verbindet bis heute evangelische Tradition mit moderner Bildung.
Am deutschsprachigen Zug des Gymnasiums ist die Unterrichtssprache fast durchgängig
Deutsch; so erwerben die Schülerinnen und Schüler neben Englisch weitere
Fremdsprachenkenntnisse und oft das Deutsche Sprachdiplom, das ihnen Studienwege in ganz Europa eröffnet.

(Bild: Wikipedia)

Am Katholischen Schulzentrum Banja Luka, Bosnien-Herzegowina gibt es einen eigenen deutschsprachigen Zug, in dem wichtige Fächer auf Deutsch unterrichtet werden und Deutsch als Bildungssprache gepflegt wird. Er richtet sich nicht nur an katholische oder deutsche Schülerinnen und Schüler, sondern steht jungen Menschen unterschiedlicher Herkunft offen. Ziel ist es, hohe sprachliche Kompetenzen in Deutsch zu vermitteln, internationale Studien- und Berufsperspektiven zu eröffnen und Brücken zu Deutschland zu schlagen. Durch Austauschprojekte, Begegnungen und gemeinsame Aktivitäten wird der Deutschzug zu einem Ort des interkulturellen Lernens und der Verständigung in einer von Vielfalt geprägten Stadt.

(Bild: Wikipedia)

Das Nationalkolleg George Coșbuc in Cluj-Napoca, Rumänien ist eine lebendige Bildungsstätte für rund 1.630 Schülerinnen und Schüler. Im Jahr 2007 wurde das Kolleg vom Unterrichtsministerium als eine der besten Schulen Rumäniens ausgezeichnet. Seit 1976 bestehen eine rumänische Abteilung und ein Zweig für Deutsch als Muttersprache. Es bietet Unterricht von der Vorschule bis zur 12. Klasse und verfügt als einzige in der Stadt über einen deutschsprachigen Zweig. Die Lernenden erwerben hier fundierte Deutschkenntnisse und legen das Deutsche Sprachdiplom (DSD II) ab.
Ergänzend werden Englisch und Französisch unterrichtet.
(Bild: pasch-net.de)

Staatliche Mittelschule Nr. 90, Odessa, Ukraine
Mitten im Zentrum von Odessa liegt das historische und dennoch moderne Gebäude
der staatlichen Mittelschule Nr. 90, die seit 1944 besteht und zu den ältesten DSD
Schulen der Ukraine gehört. Über 1.000 Schülerinnen und Schüler lernen hier.
Bereits die Kinder der 1. Klasse können Deutsch als erste Fremdsprache lernen und bis zum
Schulabschluss weiterführen. Zudem gibt es die Möglichkeit, das Deutsche Sprachdiplom
(DSD I in der 9. Klasse und DSD II in der 11. Klasse) zu absolvieren. In kleinen Lerngruppen
werden Sprache, Kultur und Traditionen vermittelt, in den beiden Fächern Deutsch und
deutsche Landeskunde.

(Bild: Pasch-net.de)

Das Lyzeum Nr. 1 Bilhorod-Dnistrovskyi, Ukraine
gehört zu den ältesten Schulen der Stadt und entwickelte sich seit 1918 von einer Mädchenschule zur modernen Sekundarschule mit Lyzeumsstatus, in der viele Generationen eine gute Allgemeinbildung erhielten und sich auf Studium oder Beruf vorbereiteten. Seit 2021 trägt die Einrichtung offiziell den Status eines Lyzeums und bietet eine vollständige schulische Ausbildung bis zum Abschluss der Sekundarstufe an. Die Lehrkräfte legen großen Wert auf solide Allgemeinbildung und auf die persönliche Entwicklung der Schülerinnen und Schüler.
Am 23. Juni 2025 wurde das historische Schulgebäude bei einem russischen Raketenangriff zerstört.

(Bild: Wikipedia)

Das „Romano-Germanische“ Lyzeum Nr. 123 in Kiew, Ukraine
liegt im traditionsreichen Stadtteil Podil und besteht seit 1935, als es zunächst als
Mädchenschule gegründet wurde. Das Lyzeum ist eine sprachprofilierte Schule, in der
moderne Fremdsprachen – insbesondere Deutsch – einen wichtigen Platz im Unterricht einnehmen. Die Schülerinnen und Schüler erhalten hier eine umfassende Allgemeinbildung und werden zugleich gezielt sprachlich gefördert, sodass sie gute Voraussetzungen für ein späteres Studium oder eine berufliche Laufbahn mit internationaler Ausrichtung
erwerben.

(Bild: Irina Tanrykul)

Die Nationale Pädagogische Universität „H. S. Skoworoda“, Charkiw, Ukraine
ist eine traditionsreiche Hochschule zur Ausbildung von Lehrkräften für Schule
und Erwachsenenbildung. Ihre Wurzeln liegen in einem pädagogischen Institut des frühen 19. Jahrhunderts, das im 20. Jahrhundert zur spezialisierten pädagogischen
Universität weiterentwickelt wurde. Sie bietet ein breites Fächerspektrum von Pädagogik, Psychologie und Philologie über Naturwissenschaften bis zu Musik und Kunst und verbindet Forschung mit schulpraktischer Ausbildung.
Bis zum Krieg war sie mit rund zehntausend Studierenden eine der wichtigsten Zentren der
Lehrerbildung in der Ukraine und pflegte internationale Kooperationen, etwa mit deutschen
Partnern.

(Bild: Kharkovinfo.com)